Baden-Württemberg / Strafrecht / Veranstaltungsrecht /
Artikelnummer: 11031334
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TÄTLICHER ANGRIFF AUF KSC-ORDNER AUCH IM BERUFUNGSVERFAHREN HART BESTRAFT
Der Angeklagte war wegen der im Anschluss an ein KSC-Pokalspiel begangenen gefährlicher Körperverletzung zum Nachteil eines KSC-Ordners erstinstanzlich zu der Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten verurteilt worden . Seine - auf den Rechtsfolgenausspruch beschränkte - Berufung gegen dieses Urteil wurde von dem Landgericht Karlsruhe zurückgewiesen.
Trotz des Geständnisses des nicht vorbestraften Angeklagten kam aus Sicht der Karlsruher Richter wegen der schweren Folgen für das Tatopfer, das sich u. a. langwierigen medizinischen Behandlungen unterziehen musste und auf einem Auge dauerhaft einen erheblichen Teil der Sehkraft einbüßte, die Verhängung einer geringeren, eventuell bewährungsfähigen Strafe nicht in Betracht. Das Verfahren gegen die beiden lediglich wegen Hausfriedensbruchs belangten Mitangeklagten wurde mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft gegen Zahlung einer Geldbuße von jeweils 1.000 EUR eingestellt.

Quelle: Landgericht Karlsruhe - PM vom 28.02.2011 von 28.02.2011
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