Urheber- und Medienrecht / Veranstaltungsrecht /
Artikelnummer: 11020655
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VERANSTALTER UND GEMA HABEN SICH GEEINIGT
Der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft e. V. (bdv) und der Verband der Deutschen Konzertdirektionen e. V. (VDKD) einigten sich nach intensiven Gesprächen mit der GEMA über offene Punkte aus der Schiedsstellenentscheidung des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA) aus dem Jahr 2009. Im Fokus stand dabei die Sichtweise der Schiedsstelle, dass Sponsoring- und Werbeeinnahmen einen geldwerten Vorteil darstellten, an welchem die Autoren zu beteiligen seien.
Gemäß der Einigung müssen ab 1. April 2011 Veranstalter, die zum Beispiel Einnahmen aus der Kooperation mit Wirtschaftsunternehmen erzielen, zusätzlich zum Allgemeintarif je nach Veranstaltungsgröße eine weitere Vergütung zwischen 0,35 und 0,42 Prozent auf den Veranstaltungsbruttoumsatz zahlen. Im Interesse der Vermeidung einer gerichtlichen Auseinandersetzung hatten die Verbände Ende 2009 nach langwierigen Verhandlungen und einem Verfahren vor der Schiedsstelle des Deutschen Patent- und Markenamts zunächst nur einem Vergleich bezüglich der Erhöhung der allgemeinen Vergütungssätze zugestimmt. Die darüber hinaus von der GEMA geforderte Beteiligung der Autoren auch an weiteren geldwerten Vorteilen wie etwa Sponsoring- und Werbeeinnahmen wurde dabei mit der Maßgabe ausgeklammert, dass die Parteien darüber eine Einigung bis Ende 2010 erzielen. Der einschlägige Tarif U-K wird in Kürze entsprechend den Ergebnissen der Einigung neu veröffentlicht.

Quelle: GEMA - Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte - PM vom 03.02.2011 von 03.02.2011
http://www.gema.de Externer Link
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