Agenturrecht / Bayern / Datenschutz / E-Commerce / Verwaltungsrecht /
Artikelnummer: 11012355
Trennlinien
EINSATZ VON GOOGLE ANALYTICS - WEITERHIN DATENSCHUTZVERSTÖßE DURCH BAYERISCHE BEHÖRDEN
Der Bayerische Landesbeauftragte für den Datenschutz konnte bei seiner erneuten Prüfung zum datenschutzkonformen Einsatz von Google Analytics durch bayerische Behörden eine deutliche Verbesserung der Situation feststellen. Leider halten sich aber noch nicht alle bayerischen Behörden an die gesetzlichen Vorgaben.
Anfang September 2010 hatten noch 222 bayerische Behörden Google Analytics zur Analyse der Nutzerzugriffe auf ihre Webseiten eingesetzt. Nur zwei Behörden hatten dabei Anonymisierungsmechanismen verwandt. Der Bayerische Landesbeauftragte für den Datenschutz hatte unter anderem die Behörden aufgefordert, auf den Einsatz IP-Adressenbezogener Auswertungen des Verhaltens von Internetnutzern zu verzichten. Bei der Anfang November durchgeführten Nachprüfung hat sich gezeigt, dass nunmehr nur noch 159 bayerische Behörden Google Analytics einsetzen. 25 dieser Behörden tun dies in Verbindung mit einer Anonymisierungsfunktion, eine datenschutzkonforme Vorgehensweise ist danach zumindest möglich. Die andauernden Datenschutzverstöße der übrigen Behörden kann und will der Bayerische Landesbeauftragte für den Datenschutz allerdings nicht hinnehmen. Deshalb werde er gezielt jede einzelne Behörde und Dienststelle ansprechen und sie zur Beseitigung des Mangels auffordern. Sollte auch dieser unmittelbaren Aufforderung nicht Folge geleistet werden, könne er Beanstandungen nicht länger ausschließen. Der Bayerische Landesbeauftragte für den Datenschutz zieht auch in Betracht, die Bürgerinnen und Bürger von dem Besuch dieser Webseiten konkret abzuraten.

Quelle: Bayerische Landesbeauftragte für den Datenschutz - PM vom 02.12.2010 von 02.12.2010
http://www.datenschutz-bayern.de/ Externer Link
ArtikelübersichtFacebookNach oben