Energierecht /
Artikelnummer: 11011602
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BUNDESNETZAGENTUR VERLÄNGERT MÖGLICHKEIT DER PREISLIMITIERUNG VON EEG-STROM
Im Bundesgesetzblatt ist jetzt die erste Änderungsverordnung zur Ausführungsverordnung der Ausgleichsmechanismusverordnung (AusglMechV) der Bundesnetzagentur verkündet worden. Die Ausführungsverordnung gestaltet die Regeln für die Vermarktung von Strom, der nach den Vorgaben des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) zu vergüten ist. Nach der bis Ende dieses Jahres gültigen Ausnahmeregelung kann der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) u. a. entscheiden, ob die in der Ausführungsverordnung genannten Voraussetzungen zur Setzung von Preislimits vorliegen sowie die Höhe des Preislimits bestimmen. Die Änderungsverordnung verlängert diese Ausnahmeregelung über den 31. Dezember 2010 hinaus und konkretisiert ihre Vorgaben.
ine Limitierung des Preises ist künftig nur noch möglich, wenn die Strombörse wegen ungewöhnlich negativer Börsenergebnisse am vortägigen Spotmarkt zu einer zweiten Auktion aufruft. Als zulässige Bandbreite für die Limitierung werden negative Preise zwischen -150 Euro/MWh und -350 Euro/MWh vorgegeben. Ferner müssen die ÜNB Details über die erfolgten Limitierungen veröffentlichen. Auch der Mechanismus zur Bestimmung der Höhe der Limitierung der Verkaufsangebote wird nunmehr eindeutig vorgegeben. In der Änderungsverordnung wurde außerdem festgelegt, dass die ÜNB neben der Windprognose nun auch die Vortagsprognose der Solarstromeinspeisung veröffentlichen müssen. Dem enorm gestiegenen Einfluss der Einspeisung von Strom aus PV-Anlagen auf die Netzsicherheit und die EEG-Vermarktung hat die Bundesnetzagentur bereits mit einem Positionspapier zur verbesserten Prognose und Bilanzierung von Solarstromeinspeisungen Rechnung getragen.

Quelle: Bundesnetzagentur - PM vom 15.12.2010 von 15.12.2010
http://www.bundesnetzagentur.de Externer Link
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