Urheber- und Medienrecht / Veranstaltungsrecht /
Artikelnummer: 10122809
Trennlinien
URHEBERRECHT BEI TRADITIONELLEM LIEDGUT
Traditionelles Liedgut wie St. Martins- oder auch Weihnachtslieder sind in der Regel urheberrechtlich nicht mehr geschützt. Das heißt für Veranstaltungen rund um Laternenzüge oder Weihnachtsfeiern, dass in diesen Fällen keine Lizenzen für die öffentliche Aufführung der Lieder erworben werden müssen. Das Urheberrecht erlischt 70 Jahre nach dem Tod der Komponisten, Textdichter oder Bearbeiter. Dies teilt die GEMA mit.
Werke jüngerer Urheber, die ihre Rechte an eine Verwertungsgesellschaft übertragen haben, sind hingegen geschützt und dürfen nur mit Lizenz öffentlich aufgeführt werden. Die Anmeldung erfolgt über die örtliche GEMA-Bezirksdirektion. Enthält das vorhandene Notenmaterial keine Angabe zu Urheberrecht oder Alter der Werke, so kann der Veranstalter mit dem Online-Service der GEMA diese Frage klären. Außerdem helfen die Mitarbeiter der GEMA Bezirksdirektionen vor Ort gerne bei der Recherche.

Quelle: Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte - PM vom 08.11.2010 von 08.11.2010
http://www.gema.de Externer Link
ArtikelübersichtFacebookNach oben