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Artikelnummer: 10122806
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BUßGELD GEGEN HASPA VERHÄNGT
Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit hat das Bußgeldverfahren gegen die Hamburger Sparkasse mit einem Bescheid in Höhe von 200.000 Euro abgeschlossen. Die Bank hat sich bei der Aufklärung des Datenschutzverstoßes kooperativ gezeigt und das beanstandete Vorgehen eingestellt.
Die Hamburger Sparkasse hatte ab Ende 2005 bis August 2010 ihren als selbständige Gewerbetreibende eingesetzten sog. mobilen Kundenberatern den Zugriff auf Daten der Bankkunden ermöglicht. In einer nicht näher bekannten Anzahl von Fällen konnten diese über den gesamten Zeitraum auch ohne Einwilligungserklärung der Kunden auf deren Kontodaten zugreifen. Dies war bankintern auch bekannt, da anhand der Logdaten seit 2007 regelmäßig Stichproben der Zugriffe erfolgten. Ferner hatte die Bank Charakterprofile der Kunden, die auf Erkenntnissen der modernen Hirnforschung beruhen, unter Nutzung von Kundendaten erstellt, auf die ebenfalls alle mobilen Kundenberater Zugriff hatten. Hierzu wurden sowohl soziodemographische Daten als auch die Produktnutzungsdaten der Kunden herangezogen. Dazu gehörten u.a. Salden etwa von Girokonten wie auch die Anzahl von Buchungen. Die Erstellung der Kundenprofile und deren Nutzung erfolgten ohne Wissen der Bankkunden.

Quelle: Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit - PM vom 23.11.2010 von 23.11.2010
http://www.hamburg.de/datenschutz/aktuelles Externer Link
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