Aus- und Fortbildung / Internetrecht / Strafrecht / Verbraucherschutz /
Artikelnummer: 10110739
Trennlinien
SICHERHEITSRISIKEN FÜR KINDER UND JUGENDLICHE BEI DER INTERNETNUTZUNG
Begünstigt sorgloses Verhalten von Kindern und Jugendlichen beim Surfen im Internet kriminelle Aktivitäten von Tätern im Netz? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines gemeinsamen Forschungsprojekts der Universität Koblenz-Landau und des Bundeskriminalamts (BKA): In Kooperation mit dem Methodenzentrum der Universität Koblenz-Landau hat das BKA das Forschungsprojekt „Sicherheitsrisiken für Computeranwender im häuslichen Umfeld durch kindliche und jugendliche PC-Nutzer (SirUP)“ durchgeführt.
Ziel des Projekts war es, das Nutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen im Internet mit Blick auf die möglichen Gefahren für weitere Nutzer aus ihrem unmittelbaren Lebensumfeld zu untersuchen. Darüber hinaus sollte festgestellt werden, welche Schutzmaßnahmen die befragten Internetnutzer ergriffen hatten. Im Rahmen der Studie wurden verschiedene Faktoren und ihr Einfluss auf das Risiko, selbst Opfer von Internetkriminalität zu werden, untersucht. In einer repräsentativen Erhebung wurden 1.271 Schüler und Schülerinnen von neun verschiedenen Schulen, davon drei Hauptschulen, drei Realschulen und drei Gymnasien, in Rheinland-Pfalz befragt. Im Ergebnis hat die Studie gezeigt, dass Kinder und jugendliche PC-Nutzer umso leichter Opfer von Internetkriminalität werden, * je riskanter ihr Nutzungsverhalten ist, * je weniger die Eltern das Nutzungsverhalten ihrer Kinder überprüfen, * je geringer Kinder und Jugendliche das eigene Risiko, Opfer von Straftaten zu werden, einschätzen, * je schwächer das Wissen der Befragten zu Sicherheit im Internet ausgeprägt ist * und je geringer der Computer gegen technische und nutzerseitige Gefahren abgesichert ist.

Quelle: Bundeskriminalamt - PM vom 02.11.2010 von 02.11.2010
http://www.bka.de Externer Link
ArtikelübersichtFacebookNach oben