Gewerblicher Rechtsschutz / Sachsen-Anhalt / Urheber- und Medienrecht / Verbraucherschutz / Wettbewerbs- und Kartellrecht /
Artikelnummer: 10091001
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ZUR VERWENDUNG EINES ZEITSCHRIFTENTITELS
In einem Rechtsstreit um die Verwendung des Zeitschriftentitels "illu der Frau" hat die Berufung des diese Zeitschrift veröffentlichenden Verlages gegen ein Urteil des Landgerichts Magdeburg Erfolg. Dies teilt das Oberlandesgericht Naumburg mit.
Das Landgericht Magdeburg hatte auf die Klage des die Zeitschrift "SUPERillu" veröffentlichenden Verlages dem konkurrierenden Verlag die Nutzung des Zeitschriftentitels "illu der Frau" untersagt. Das Landgericht hatte angenommen, der Verbraucher verbinde mit "SUPERillu" gedanklich einen bestimmten Verlag. Es bestehe daher zu Lasten des klagenden Verlages - einem Unternehmen der Hubert Burda Media Holding - eine Verwechslungsgefahr. Das hat das Oberlandesgericht Naumburg anders bewertet und die Klage abgewiesen. Der Titel der Beklagten "illu der Frau" sei der Marke "SUPERillu" nicht verwechselbar ähnlich. Eine den Zeitschriftentitel prägende Wirkung komme dem Wortbestandteil "illu" als Abkürzung für "Illustrierte" nicht zu. Bei der Beurteilung der Kennzeichnungskraft von "SUPERillu" sei zu berücksichtigen, dass zwischenzeitlich auch andere Zeitschriften mit dem Wortbestandteil "illu" auf dem Zeitschriftenmarkt erhältlich seien. Der Verbraucher sei einander ähnelnde Zeitschriftentitel auch gewohnt und achte auf Unterschiede. Er schließe nicht von einem ähnlichen Titel auf denselben Verlag.

Quelle: Oberlandesgericht Naumburg - PM Nr. 011/10 vom 03.09.2010 von 03.09.2010
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