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Artikelnummer: 10072302
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VERGLEICH ZUR ENTFERNUNG EINER FEHLERHAFTEN TÄTOWIERUNG
Vor dem Amtsgericht Augsburg wurde ein Vergleich geschlossen, bei dem sich ein Tätowierer und sein unzufriedener Kunde darauf einigten, dass die beanstandete Tätowierung fachgerecht durch eine Laserbehandlung entfernt und ein Schmerzensgeld von 1000 Euro bezahlt wird.
Der 18-jährige Kläger wollte sich im Januar 2010 in dem Augsburger Tattoo- und Piercing-Studio des Beklagten das FCA-Jahreslogo "1907" groß und plakativ auf den oberen Bereich des Rückens tätowieren lassen. Nach Fertigstellung stellte der klagende Fan entsetzt fest, dass die Zahlen spiegelverkehrt und auf dem Kopf stehend eintätowiert waren. Anschließend tätowierte der beklagte Tätowierer die Zahlen noch einmal richtig oberhalb des fehlerhaften Tattoos ein. Der klagende Fan verlangte vom beklagten Tätowierer die Zahlung eines Schmerzensgeldes von 2250 Euro. Er wies dabei darauf hin, dass er seit der Fertigstellung auch Hohn und Spott der FCA-Fans über sich ergehen lassen müsse. Ferner forderte der klagende Fan 900 Euro an Kosten für die dauerhafte Laserentfernung des spiegelverkehrten Tattoos. Die Parteien einigten sich darauf, dass der beklagte Tätowierer das spiegelverkehrte FCA-Logo fachgerecht durch eine Laserbehandlung entfernt und ein Schmerzensgeld von 1000 Euro bezahlt. Die Kosten teilten sich die Parteien.

Quelle: Amtsgericht Augsburg - PM Nr. 17/10 vom 17.06.2010 von 07.06.2010
http://www.justiz.bayern.de/gericht/ag/a Externer Link
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