Anlegerschutz / Rheinland-Pfalz /
Artikelnummer: 10060202
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SCHADENSERSATZKLAGE GEGEN EINE BANK WEGEN ANLAGEBERATUNG
Das Oberlandesgericht Koblenz verhandelt derzeit in einem Fall, in dem eine Anlegerin ein Kreditinstitut auf Schadensersatz in Höhe von rund 158.000 Euro in Anspruch nimmt.
Die klagende Anlegerin war seit Jahren Kundin des beklagten Kreditinstituts. Sie hatte dort einen Vermögensverwaltungsvertrag abgeschlossen und hatte in der Vergangenheit eine "konservative" Anlagestrategie verfolgt. Im Jahr 2007 erwarb die klagende Anlegerin über die Niederlassung des beklagten Kreditinstituts in Neuwied verschiedene von der gleichen Bank ausgegebene Zertifikate. Die Zertifikate erlitten in der Folgezeit erhebliche Wertverluste. Die Anlegerin ist der Auffassung, sie sei von dem beklagten Kreditinstitut über die Risiken der Geldanlage fehlerhaft beraten worden. Das Landgericht Koblenz hat der Klage nach Anhörung der klagenden Anlegerin und Vernehmung von Mitarbeitern der beklagten Bank als Zeugen weitgehend stattgegeben. Hiergegen richtet sich die Berufung der beklagten Bank. Sie begehrt die Abweisung der Klage. Die klagende Anlegerin begehrt mit ihrer Anschlussberufung die Zahlung von Zinsen, die ihr infolge des Zertifikaterwerbs entgangen seien.

Quelle: Oberlandesgericht Koblenz - PM vom 10.05.2010 von 10.05.2010
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