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Artikelnummer: 10052702
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RÜCKNAHME DER VERLEIHUNG VON DOKTORGRADEN BEI VERMITTLUNG DURCH PRIVATES INSTITUT
Das Verwaltungsgericht Hannover verhandelt derzeit über die Klagen von neun Juristen, die sich gegen die Rücknahme der Verleihung ihres Doktorgrades durch die Juristische Fakultät der Universität Hannover wehren.
Den klagenden Juristen war die Möglichkeit einer Promotion und die Betreuung durch einen Professor der Juristischen Fakultät entgeltlich durch ein privates Institut vermittelt worden war. Der ehemalige Professor hatte von dem Institut im Zusammenhang mit der Vermittlung von Promotionen Zahlungen erhalten und ist wegen Bestechlichkeit in 68 Fällen zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden. Im März 2009 hat die Universität Hannover die Verleihung der Doktorgrade in den Promotionsverfahren, denen eine Vermittlung des Instituts vorangegangen war und eine Betreuung durch den ehemaligen Professor stattgefunden hatte, zurückgenommen. Die Universität Hannover hat ihre Entscheidung darauf gestützt, dass sie die Rechtswidrigkeit ihrer Promotionsverfahren grob fahrlässig nicht gekannt hätten. Diese und die Geschäftsbeziehungen ihres Doktorvaters zu dem Vermittlungsinstitut hätten sich ihnen angesichts der Höhe der erfolgsabhängigen Vermittlungsgebühr und der Ermahnung zur Vertraulichkeit durch das Institut aufdrängen müssen.

Quelle: Verwaltungsgericht Hannover - PM vom 26.05.2010 von 26.05.2010
http://www.verwaltungsgericht-hannover.niedersachsen.de Externer Link
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