Energierecht / Wettbewerbs- und Kartellrecht /
Artikelnummer: 10051205
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E.ON-ZUSAGEN ÖFFNEN DEUTSCHEN GASMARKT
Der Zugang zum deutschen Gasmarkt wird für Konkurrenten des Energiekonzerns E.ON künftig leichter. Zusagen von E.ON, Wettbewerbern den Zugang zu öffnen, hat die EU-Kommission für verbindlich erklärt. Nach einer kartellrechtlichen Untersuchung der Kommission hatte E.ON angeboten, bis Oktober 2010 große Kapazitätsvolumen an den Einspeisepunkten seiner Gasfernleitungsnetze freizugeben. Die bis zu diesem Zeitpunkt freigegebenen Kapazitäten machen rund 15 Prozent der Leitungskapazität aus. Dies teilt die Europäische Kommission mit.
E.ON hat mit den Zusagen auf Vorwürfe reagiert, es habe seine Wettbewerber in unlauterer Weise vom Markt ausgeschlossen und damit möglicherweise seine marktbeherrschende Stellung ausgenutzt. Nach mehreren unlängst ergangenen Beschlüssen, die u. a. RWE (Deutschland) und GDF Suez (Frankreich) betrafen, ist dies nun die neunte größere Entscheidung seit der Energiesektoruntersuchung von 2007, die gezeigt hat, dass Verbraucher und Unternehmen oft Verlierer ineffizienter und teurer Märkte waren. Konkrete Zahlen zu den freigegebenen Kapazitäten werden im Laufe der kommenden Woche auf der Website der E.ON Gastransport GmbH veröffentlicht. Darüber hinaus wird E.ON ab Oktober 2015 seine Kapazitätsbuchungen an den Einspeisepunkten des Netzes von NetConnect Germany auf 50 Prozent und seine Buchungen an den Einspeisepunkten des E.ON-Netzes für niederkalorisches Gas auf 64 Prozent der Leitungskapazität senken.

Quelle: Europäische Kommission - PM vom 05.05.2010 von 05.05.2010
http://ec.europa.eu/deutschland Externer Link
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