Anlegerschutz / Hessen / z_L&S - Schrottimmobilien /
Artikelnummer: 10042502
Trennlinien
AUSKUNFTSPFLICHTEN DES ANLAGEVERMITTLERS
Bei einer Kapitalanlage in einem Immoblienfonds kommt der Anlagevermittler seinen Auskunftspflichten dann nach, wenn er rechtzeitig vor Beitritt dem Anleger den Emmissionsprospekt überlässt, aus dem sich alle notwendigen Angaben ergeben und die Risiken umfassend sowie wertneutral beschrieben werden. Dies hat das Oberlandesgericht Frankfurt entschieden.
Die Frankfurter Richter führen in ihrer Entscheidung aus, dass sowohl Anlageberatung als auch Anlagevermittlung zu einer objektbezogenen Information verpflichten. Anlageberater und Anlagevermittler seien daher jeweils zu richtiger und vollständiger Information über diejenigen tatsächlichen Umstände verpflichtet, die für den Anlageentschluss des Interessenten von besonderer Bedeutung sind. Die bei Anlageberatung und Anlagevermittlung geschuldete Informationspflicht könne nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs auch durch Übergabe von Prospektmaterial erfolgen, sofern der Prospekt nach Form und Inhalt geeignet ist, die notwendigen Informationen wahrheitsgemäß und verständlich zu vermitteln und er den Anlageinteressenten so rechtzeitig vor dem Vertragsschluss übergeben wird, dass sein Inhalt noch zur Kenntnis genommen werden kann.

Quelle: Oberlandesgericht Frankfurt - erhältlich in der Landesrechtsprechungsdatenbank Hessen von 24.03.2010
http://www.lareda.hessenrecht.hessen.de Externer Link
ArtikelübersichtFacebookNach oben