Arbeitsrecht / Nordrhein-Westfalen / Steuerrecht / Telekommunikationsrecht /
Artikelnummer: 10042212
Trennlinien
ZUR STEUERLICHEN BERÜCKSICHTIGUNG VON FAHRTKOSTEN EINES POSTBEAMTEN ZU SEINER ARBEITSSTÄTTE BEI EINER TELEKOM-TOCHTER
Allein die vorläufige Zuweisung eines Beamten in ein privatrechtlich organisiertes Tochterunternehmen der Telekom AG führt nicht dazu, dass der Beamte die Kosten für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz steuerlich nach Dienstreisegrundsätzen geltend machen kann. Dies hat das Finanzgericht Köln für den Fall entschieden, dass der Beamte seine bisher ausgeübte Tätigkeit am bisherigen Tätigkeitsort beibehält.
Der Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit des klagenden Beamten befand sich seit Jahren in derselben Arbeitsstätte in Düsseldorf. Allein die Gründung einer Tochtergesellschaft und die Ausgliederung der Tätigkeit des klagenden Beamten ändere nach Auffassung des Gerichts nichts an der steuerrechtlichen Beurteilung der Fahrtkosten. Für die Annahme einer regelmäßigen Arbeitsstätte sei nicht erforderlich, dass die Tätigkeitsstätte im wirtschaftlichen oder rechtlichen Eigentum des Arbeitgebers stehe. Entscheidend sei lediglich, dass die Tätigkeitsstätte dem Arbeitgeber wirtschaftlich zugerechnet werden könne. Dies sei bei einer Tochtergesellschaft, anders als bei einer betrieblichen Einrichtung eines Kunden des Arbeitgebers, gegeben.

Quelle: Finanzgericht Köln - PM vom 15.04.2010 von 18.03.2010
http://www.fg-koeln.nrw.de Externer Link
ArtikelübersichtFacebookNach oben