Anlegerschutz / Bayern /
Artikelnummer: 10042204
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LANDGERICHT MÜNCHEN I WEIST KLAGE GEGEN EINE ANLAGEVERMITTLERIN AB
Das Landgericht München I hat die Klage zweier Anleger gegen ein bundesweit tätiges Finanzdienstleistungsunternehmen abgewiesen.
Das beklagte Unternehmen hatte die Auffassung vertreten, dass die klagenden Anleger, die schon seit Ende der neunziger Jahre ihre Kunden gewesen seien, bei der Vermittlung zweier Immobilienfondsbeteiligungen gewusst hätten, dass Provision von dritter Seite bezahlt werde. Die näheren Umstände des Anlagegesprächs konnte das Gericht nicht klären, weil die klagenden Anleger ohne ausreichende Entschuldigung nicht zum Termin erschienen waren. Es hatte daher zu unterstellen, dass den klagenden Anlegern im Grunde klar war, dass das beklagte Unternehmen von anderer, interessierter Seite bezahlt wird. Dafür kam nur die Fondsgesellschaft bzw. die Eigenkapitalvermittlerin in Betracht. Deren Provision war aber im Prospekt angegeben. Die klagenden Anleger hatten unterschriftlich bestätigt, den Prospekt erhalten zu haben. Sie konnten auch ihre Behauptung nicht beweisen, dass sie keinen Prospekt erhalten hätten. Da der Prospekt auch im Übrigen keinen Fehler aufwies, blieb die Klage gegen die Vermittlerin insgesamt ohne Erfolg.

Quelle: Landgericht München I - PM Nr. 14/10 vom 22.04.2010 von 16.03.2010
http://www.justiz.bayern.de/gericht/lg/m1 Externer Link
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