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Artikelnummer: 10031107
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BAUER DRUCK UND BETRIEBSRAT VERSTÄNDIGEN SICH ÜBER DIE EINSETZUNG EINER EINIGUNGSSTELLE
Das Landesarbeitsgericht Köln verhandelte über die Besetzung einer Einigungsstelle bei der Firma Bauer Druck Köln. Die Einigungsstelle soll nach dem Willen der Arbeitgeberseite über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan für die Schließung des Firmenstandortes in Köln verhandeln. Das Gericht konnte zwischen den Beteiligten, d.h. Arbeitgeber und Betriebsrat, einen gerichtlichen Vergleich vermitteln.
In einem Interessenausgleich geht es darum, ob und wie die Betriebsstilllegung durchzuführen ist. Kommt es in der Einigungsstelle zu keiner Einigung, ist das Scheitern der Verhandlungen festzustellen. Danach kann die Firma die Betriebsstilllegung durchführen. Ein Sozialplan regelt den Ausgleich der Nachteile, die sich für die von der Stilllegung betroffenen Arbeitnehmer ergeben. In einem Sozialplan können z.B. Abfindungszahlungen vorgesehen werden. Der Betriebsrat wehrte sich gegen die Einsetzung der Einigungsstelle zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit der Begründung, die Arbeitgeberseite habe ihn noch nicht in ausreichender Weise über die geplante Betriebsstilllegung unterrichtet. Das Gericht konnte zwischen den Beteiligten, d.h. Arbeitgeber und Betriebsrat, einen gerichtlichen Vergleich vermitteln, der im Wesentlichen vorsieht, dass die Einigungsstelle nunmehr eingerichtet wird und die Firma im Gegenzug dem Betriebsrat vorab die Wirtschaftsprüferberichte für die Jahre 2006 – 2008 sowie den Wirtschaftsprüferbericht für das Jahr 2009 übergibt, sobald dieser erstellt ist.

Quelle: Landesarbeitsgericht Köln - PM Nr. 2/2010 vom 03.03.2010 von 03.03.2010
http://www.lag-koeln.nrw.de Externer Link
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