Straßenverkehrsrecht / Versicherungsrecht /
Artikelnummer: 10022704
Trennlinien
ERSATZ DER REPARATURKOSTEN NUR BEI KONKRETER SCHADENSABRECHNUNG
In den Fällen, in denen der Reparaturaufwand bis zu 30 % über dem Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs liegt, können Reparaturkosten nur bei konkreter Schadensabrechnung ersetzt verlangt werden. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
Die Bundesrichter führen in ihrer Entscheidung weiter aus, dass der Ersatz von Reparaturaufwand bis zu 30 % über dem Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs dabei nur verlangt werden kann, wenn die Reparatur fachgerecht und in einem Umfang durchgeführt wird, wie ihn der Sachverständige zur Grundlage seiner Kostenschätzung gemacht hat. Reparaturkosten für eine Teilreparatur, die über dem Wiederbeschaffungsaufwand des Fahrzeugs liegen und den Wiederbeschaffungswert nicht übersteigen, könnten in diesen Fällen ebenfalls nur dann zuerkannt werden, wenn diese Reparaturkosten konkret angefallen sind oder wenn der Geschädigte nachweisbar wertmäßig in einem Umfang repariert hat, der den Wiederbeschaffungsaufwand übersteigt; anderenfalls sei die Höhe des Ersatzanspruchs auf den Wiederbeschaffungsaufwand beschränkt.

Quelle: Bundesgerichtshof von 08.12.2009
http://www.bundesgerichtshof.de Externer Link
ArtikelübersichtFacebookNach oben