Arbeitsrecht / Sozialrecht /
Artikelnummer: 10022509
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KEINE PROZESSKOSTENHILFE FÜR KLAGE WEGEN ALTERSDISKRIMINIERUNG
Das Landesarbeitsgericht Köln hat einem 61-jährigen Mann Prozesskostenhilfe versagt, der auf Schadenersatz wegen Altersdiskriminierung gemäß des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes geklagt hatte.
Der klagende Mann hatte sich am 20.05.2009 um eine Stelle als Vertriebsleiter mit 15 unterstellten Mitarbeitern beworben. Vor Gericht behauptet er, die Personalleiterin habe ihm in einem Gespräch im Juli 2009 erklärt, er sei zu alt und passe nicht in das Vertriebsteam. Das Landesarbeitsgericht hat die Prozesskostenhilfe abgelehnt, weil davon auszugehen war, dass der klagende Mann für die Stelle offensichtlich ungeeignet war. Er hatte jedenfalls seit 1986 nach seinen eigenen Bewerbungsunterlagen als Selbständiger ohne Personalver- antwortung gearbeitet, während die Stellenanzeige bereits erworbene Erfahrungen in ähn- licher Position wie der eines Leiters der Vertriebsabteilung verlangte. Dass das Alter bei der Ablehnung tatsächlich keine Rolle gespielt hat, stand für das Landesarbeitsgericht auch deshalb fest, weil der klagende Mann im Juli unangemeldet bei der Firma erschienen war, ein Gespräch mit der Personalleiterin gefordert und, ohne das übrige Bewerberfeld zu kennen, behauptet hatte, der bestqualifizierteste Bewerber zu sein. Aus einer solchen Provokation und Selbstüberschätzung – so das Landesarbeitsgericht – habe die Firma nur den Schluss auf die fehlende Eignung ziehen können.

Quelle: Landesarbeitsgericht Köln - PM Nr. 1/2010 vom 24.02.2010 von 10.02.2010
http://www.lag-koeln.nrw.de Externer Link
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