Arbeitsrecht / Sozialrecht / Veranstaltungsrecht / Versicherungsrecht /
Artikelnummer: 10012802
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DIE ROLLING STONES SIND KEINE ANGESTELLTEN
Das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg in Potsdam hat eine Entscheidung zur Künstlersozialversicherung getroffen, die den Hintergrund der Rolling Stones-Tournee 1998/1999 („Bridge to Babylon Tour“) zu beleuchten hatte.
Streitig war, ob und in welchen Umfang die klagende deutsche Veranstalterin der Rolling Stones-Konzerte der Jahre 1998 und 1999 Abgaben an die Künstlersozialkasse zu entrichten hat; dabei ging es um einen Betragt in Höhe von ca. 320.000 Euro. Künstlersozialabgabe haben Konzertveranstalter auch auf die Gagen zu entrichten, die ihre ausländischen Veranstalter an selbständige Künstler für in Deutschland durchgeführte Konzerte zahlen. In diesem Zusammenhang war zu klären, ob die Mitglieder der Rolling Stones aufgrund ihrer vertraglichen Bindungen als abhängige Beschäftigte der amerikanischen Gesellschaft RS Tour Inc. (seinerzeit alleiniger Gesellschafter: Keith Richards) oder als selbstständige Künstler anzusehen waren. Der Darstellung der Konzertveranstalterin, die einzelnen Bandmitglieder seien bei der RS Tour Inc. angestellt und nicht selbstständig gewesen, ist das Landessozialgericht nicht gefolgt. Es ist vielmehr aufgrund einer Gesamtschau aller Umstände davon ausgegangen, dass die Bandmitglieder als selbstständige Künstler anzusehen sind.

Quelle: Landessozialgericht Berlin-Brandenburg – PM vom 14.01.2010 von 14.01.2010
http://www.lsg.berlin.brandenburg.de Externer Link
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