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Artikelnummer: 09121158
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ANBIETER VON ‚GRATIS’-SPIELEN IM INTERNET MACHEN KASSE: KOSTENRISIKO MUSS ANBIETER TRAGEN
Mit kostenlosen Online-Spielen sprechen Unternehmen gezielt Kinder und Jugendliche an. Im Spielverlauf locken sie mit kostenpflichtigem Zubehör, das den Spielern Vorteile verschafft. Der Einstieg in das Spiel erfordert lediglich eine Registrierung. Spielen Minderjährige, bitten die Anbieter die Eltern zur Kasse, obwohl diese selbst keinen Vertrag abgeschlossen haben. Darauf weist die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hin.
Mit Gratisspielen locken Anbieter wie ‚Bigpoint’ Kinder und Jugendliche im Internet. ‚Dark Orbit’, ‚Seafight’ oder ‚Metin2’ – derartige Spiele faszinieren gerade Minderjährige. Wenn diese schneller zum Ziel kommen wollen, müssen sie Extras zur Unterstützung zukaufen. So gibt es beim Fantasy-Rollenspiel ‚Metin2’ Hilfsmittel wie einen ‚Tapferkeitsumhang’ oder eine ’dritte Hand’. Sie werden per Anruf bei einer 0900er Nummer oder per SMS gekauft. Pro Telefonanruf zur Beschaffung des Spielzubehörs fallen beispielsweise pauschal 10 Euro an. Der Verbraucherzentrale liegt ein aktueller Fall mit einer Telefonrechnung über 800 Euro vor. Die Rechnungen gehen nicht an die Jugendlichen selbst, sondern an die Eltern, die Anschlussinhaber des Festnetz- oder Mobilfunkanschlusses sind, über den abgerechnet wird. Die Eltern selbst jedoch haben aktiv keinen Vertrag abgeschlossen.

Quelle: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg – PM vom 12.11.2009 von 12.11.2009
http://www.vz-bawue.de Externer Link
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