Arbeitsrecht / Datenschutz / Informationstechnologierecht / Internetrecht / Strafrecht /
Artikelnummer: 09121108
Trennlinien
WICHTIGE FIRMENDATEN DES FRÜHEREN ARBEITGEBERS GELÖSCHT – AUF ANTRAG DER STAATSANWALTSCHAFT TRIER ERGEHT STRAFBEFEHL
Ein 29-jähriger Diplom-Informatiker hat sich nach Ausscheiden aus der Firma im Frühjahr dieses Jahres unerlaubt Zugriff auf den Hauptrechner der im Raume Daun ansässigen Firma verschafft, indem er Zugangsdaten verwendete, in deren Besitz er verblieben war. Aus Verärgerung über seinen ehemaligen Arbeitgeber, von dem er sich ungerecht behandelt fühlte, löschte er eine größere Menge firmenwichtiger Daten und Programme, wodurch ein Schaden in Höhe von mehreren Tausend Euro entstand.
Das Ermittlungsverfahren hatte sich zunächst gegen Unbekannt gerichtet. Die Staatsanwaltschaft Trier konnte den Täter aber durch Rückverfolgung der bei der Einwahl benutzten so genannten IP-Nummer ermitteln. Anlässlich einer bei ihm durchgeführten Wohnungsdurchsuchung hat er die Tat dann in vollem Umfang eingeräumt. Nachdem ein von der Staatsanwaltschaft initiierter Täter-Opfer-Ausgleich zu einem zumindest teilweisen Schadensausgleich geführt hat, hat die Staatsanwaltschaft Trier Antrag auf Erlass eines Strafbefehls beim Amtsgericht Daun gestellt.

Quelle: Staatsanwaltschaft Trier – PM vom 02.12.2009 von 02.12.2009
http://www.statr.justiz.rlp.de/ Externer Link
ArtikelübersichtFacebookNach oben