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Artikelnummer: 09032219
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MEHR GELD FÜR FRÜHERE T-ONLINE-AKTIONÄRE
Das Landgericht Frankfurt am Main hat über die Anträge zahlreicher ehemaliger Aktionäre des Internetunternehmens T-Online entschieden, mit denen diese gegenüber der Konzernmutter, der Deutschen Telekom AG, auf die T-Online nach einem entsprechenden Hauptversammlungsbeschluss vom 29.4.2005 verschmolzen wurde, einen Anspruch auf bare Zuzahlung geltend gemacht haben. Die Frankfurter Richter haben für die Verschmelzung auf die Konzernmutter (Telekom AG) eine bare Zuzahlung in Höhe von 1,15 € jede Aktie der außenstehenden Aktionäre festgesetzt.
Das Gericht hat bei seiner Entscheidung ausgeführt, dass im Rahmen des Verschmelzungsverfahrens der Firmenwert des Internetunternehmens zu niedrig angesetzt wurde und daher das Umtauschverhältnis – die Aktionäre von T-Online erhalten für je 25 Stück Aktien der Gesellschaft 13 Stück Aktien der Konzernmutter – nicht zutreffe. Dies führe unter Berücksichtigung des tatsächlichen Firmenwertes nach den gesetzlichen Bestimmungen zu einer von übernehmenden Gesellschaft (Telekom AG) bar vorzunehmenden Zuzahlung je Aktie der außenstehenden Aktionäre in Höhe von 1,15 € (betroffen sind 120.634.965 Aktien).

Quelle: Landgericht Frankfurt am Main - PM vom 16.3.2009 von 13.03.2009
http://www.lg-frankfurt.justiz.hessen.de Externer Link
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