Arbeitsrecht / Datenschutz / Handels- und Gesellschaftsrecht / Strafrecht / Telekommunikationsrecht / Urheber- und Medienrecht /
Artikelnummer: 08113001
Trennlinien
BESPITZELUNGSAFFÄRE: ERSTE BETROFFENE WERDEN DURCH DIE STAATSANWALTSCHAFT INFORMIERT
Die Staatsanwaltschaft Bonn hat die Deutsche Telekom darüber informiert, dass sie nach Auswertung von Daten im Rahmen der Bespitzelungsaffäre nun Betroffene benachrichtigt. Die Deutsche Telekom hatte Mitte Mai Strafanzeige erstattet, da dem Unternehmen Erkenntnisse über die missbräuchliche Nutzung von Telefon-Verbindungsdaten aus dem Mobilfunkbereich vorlagen.
Im Zuge der Anzeige im Mai hatte das Unternehmen alle noch verfügbaren Verbindungsdaten der Staatsanwaltschaft Bonn übergeben, um eine umfassende Aufklärung durch die Ermittlungsbehörden zu ermöglichen. Die Deutsche Telekom durfte bei ihren internen Untersuchungen aus straf- und datenschutzrechtlichen Gründen die Anschlussinhaber der betroffenen Telefonnummern nicht selbst ermitteln; daher konnte die Auswertung der übergebenen Verbindungsdatensätze nur durch die Staatsanwaltschaft geschehen. Die Deutschen Telekom geht davon aus, dass ihr im Laufe des Verfahrens die Namen der weiteren Geschädigten noch bekannt werden. Die Staatsanwaltschaft Bonn hat der Deutschen Telekom schon jetzt mitgeteilt, dass neben Aufsichtsräten der Arbeitnehmerseite und Journalisten offenbar auch Betriebsräte und weitere Mitarbeiter des Konzerns von dem Datenmissbrauch betroffen sind.

Quelle: Deutsche Telekom AG - PM vom 11.11.2008 von 11.11.2008
http://www.telekom.de Externer Link
ArtikelübersichtFacebookNach oben