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Artikelnummer: 08072711
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BETREIBER EINES WLAN-NETZES HAT ZUMINDEST STANDARDMAßNAHMEN ZUR VERSCHLÜSSELUNG VORZUNEHMEN
Es ist einem Anschlussinhaber zuzumuten, zumindest Standardmaßnahmen zur Verschlüsselung des Netzwerkes zu ergreifen. Dies hat das Landgericht Düsseldorf entschieden. Ansonsten verschaffe er objektiv Dritten die Möglichkeit, sich hinter seiner Person zu verstecken und im Schutze der von ihm geschaffenen Anonymität ohne Angst vor Entdeckung ungestraft Urheberrechtsverletzungen über Peer-to-Peer-Netzwerke begehen zu können.
Ob die Urheberrechtsverletzung vom Computer des Internetanschlussinhabers aus begangen worden ist oder ob Dritte – beispielsweise unter Ausnutzung eines ungesicherten WLAN-Netzes – auf seinen Internetzugang zugegriffen haben, ist ohne Bedeutung - so die Düsseldorfer Richter. Ohne den vom Betroffenen geschaffenen Internetzugang hätte weder die eine noch die andere Möglichkeit bestanden. Die Schaffung des Internetzugangs ist folglich für die Rechtsverletzung in jedem Fall ursächlich.

Quelle: Landgericht Düsseldorf - erhältlich in der Rechtsprechungsdatenbank des Landes NRW von 16.07.2008
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