Handels- und Gesellschaftsrecht / Steuerrecht /
Artikelnummer: 08072006
Trennlinien
UMSATZSTEUER BEI ZU OPTIMISTISCHER PROGNOSE
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf besteht keine Bindung des neugründenden Unternehmers an eine erklärte, objektiv unrichtige Umsatzprognose im Rahmen der Kleinunternehmerbesteuerung.
Nach dem Umsatzsteuergesetz wird Umsatzsteuer nicht erhoben, wenn der Umsatz zzgl. Steuern im vorangegangenen Kalenderjahr 17.500 EURO nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50.000 EURO voraussichtlich nicht übersteigen wird. Der klagende Kleinunternehmer eröffnete zum 2.1.2006 einen Gewerbebetrieb und schätzte seinen Gesamtumsatz für 2006 auf 50.000 EURO. Tatsächlich betrug sein Umsatz nur 13.315 EURO. Er beantragte deshalb, von der Erhebung der Umsatzsteuer abzusehen. Das Finanzgericht gab der Klage statt. Bei Neugründungen - so die Begründung - dürfe der Umsatz des Erstjahres voraussichtlich 17.500 EURO nicht übersteigen. Es sei der Unternehmer bei einer Neugründung zwar an seine Prognose gebunden. Dies gelte jedoch nicht bei einer überoptimistischen Planung.

Quelle: Finanzgericht Düsseldorf - PM vom 16.7.2008 von 20.06.2008
http://www.fgd.nrw.de/ Externer Link
ArtikelübersichtFacebookNach oben