Handels- und Gesellschaftsrecht / Insolvenzrecht & Zwangsvollstreckung / Telekommunikationsrecht /
Artikelnummer: 08062114
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MILLIONENFORDERUNGEN GEGEN BENQ
Das Landgericht München I befasst sich derzeit mit einem besonderen Kapitel der BenQ-Insolvenz. Im Mittelpunkt des Rechtsstreits steht insbesondere die Frage, ob eine Finanzspritze der taiwanesischen Konzernmutter als Darlehen oder als Eigenkapitalersatz zu bewerten ist.
Die taiwanesische Konzernmutter macht gegenüber den Insolvenzverwaltern ihrer insolventen europäischen Töchter – der niederländischen Holding und dem deutschen Ableger – einen Rückzahlungsanspruch in hoher zweistelliger Millionenhöhe geltend. Der Millionenbetrag ist knappe zwei Monate, bevor die deutsche Tochter Insolvenz angemeldet hat, nach Europa geflossen und sollte nach dem Darlehensvertrag eigentlich recht kurzfristig wieder zurückfließen. Daraus wurde dann aufgrund der Insolvenz nichts. Im Mittelpunkt des Rechtsstreits steht insbesondere die Frage, ob die Finanzspritze tatsächlich als Darlehen oder als Eigenkapitalersatz zu bewerten ist.

Quelle: Landgericht München I - PM 30/08 vom 29.5.2008 von 02.06.2008
http://www.justiz.bayern.de/gericht/lg/m1/ Externer Link
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