Informationstechnologierecht / Internetrecht / Strafrecht / Urheber- und Medienrecht /
Artikelnummer: 08061503
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INTERNETKRIMINALITÄT STEIGT WEITER AN - COMPUTERBETRUG GEHT ZURÜCK
2007 wurden bundesweit 179.026 Straftaten erfasst (+8,0 Prozent, 2006: 165.720 Fälle). Erneut sind überwiegend Betrugsdelikte (72,6 Prozent bei 130.038 Fällen, 2006: 82,6 Prozent bei 136.829 Fällen), insbesondere Warenbetrug (40,1 Prozent, 2006: 52,1 Prozent), registriert. Dies zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik 2007.
Die Anteile bei Straftaten im Zusammenhang mit Urheberrechtsbestimmungen haben von 6,8 Prozent 2006 auf 11,9 Prozent 2007 und bei der Verbreitung pornographischer Schriften von 3,6 Prozent auf 5,6 Prozent zugenommen. Der Anteil des Computerbetrugs hat sich auf 4,8 Prozent etwas reduziert (nach 5,2 Prozent 2006). Betrugsfälle im Bereich rechtswidrig erlangter Debitkarten ohne PIN erfuhren mit 30,4 Prozent einen erheblichen Rückgang auf 28.936 Fälle (2006: –13,7 Prozent). Ursächlich für diese Abnahme sind – analog zu den Vorjahren 2005 und 2006 – die vermehrte Kontrolltätigkeit des Handels (Verlangen des Ausweises), die Erfolge des Systems KUNO1 (Kassierer der am System beteiligten Geschäfte werden in Kenntnis gesetzt, wenn eine Karte als gesperrt gemeldet ist) und die zentrale Sperrdatei für das elektronische Lastschriftverfahren beim Euro-Handelsinstitut. Etwas zugenommen hat jedoch der Betrug mittels rechtswidrig erlangter Kreditkarten auf 9.271 Fälle (+3,8 Prozent).

Quelle: Bundeskriminalamt von 22.05.2008
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