Telekommunikationsrecht / Urheber- und Medienrecht /
Artikelnummer: 08012515
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LANDESMEDIENANSTALTEN MACHEN WEG FREI FÜR HANDY-TV
Das Bewerberkonsortium Mobile 3.0 soll den Zuschlag für den Versuchsbetrieb von Handy TV auf der Basis der DVB-H Technologie erhalten. Auf eine entsprechende Empfehlung hat sich die Gesamtkonferenz der Landesmedienanstalten verständigt. Mobile 3.0 will entsprechend seiner Planung die noch erforderlichen Vereinbarungen mit dem technischen Dienstleister und den Vermarktern in den nächsten Wochen abschließen. Die erforderlichen Einzelgenehmigungen durch jede Medienanstalt in den Ländern können rechtzeitig vor der Europameisterschaft erteilt werden.
Neben den beiden öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF werden mit RTL, Vox, Sat.1, und ProSieben insgesamt 4 private Unterhaltungsprogramme von Anfang an mit dabei sein. Mit n-24 und n-tv werden zwei weitere private Informationsprogramme via Handy TV übertragen. Dazu kommen mit Digital 5, bigBuddy und KickFM weitere Angebote von Hörfunkveranstaltern. Ein Grundkonzept für regionale Angebote soll in den nächsten Wochen vervollständigt werden. Die Gesamtkonferenz erwartet im Rahmen des DVB-H-Versuchs neue innovative Formate. In einem weiteren Schritt müssen jetzt noch die Gremien der 14 Landesmedienanstalten nach Landesrecht über die Zuweisung an Mobile 3.0 Entscheidungen treffen. Nach dem Aufbau eines Sendernetzes soll Mobile 3.0 spätestens am 1. Juni 2008 sein Handy-Angebot starten. Mobile 3.0 GmbH ist ein Joint Venture von MFD Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH und NEVA Media GmbH. Das Gemeinschaftsunternehmen verfügt über die Unterstützung der Medienkonzerne Hubert Burda Media und Georg von Holtzbrinck, die an NEVA Media beteiligt sind, sowie des international tätigen Medien- und Technologiekonzerns Naspers, der größter Gesellschafter der MFD Mobiles Fernsehen Deutschland ist. Der Probebetrieb von DVB-H läuft zunächst für mindestens drei Jahre. Mit der zeitnahen Einführung gehört Deutschland zu den ersten europäischen Ländern, die mobiles Fernsehen realisieren.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten - PM 01/2008 vom 15.1.2008 von 15.01.2008
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