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Artikelnummer: 07112306
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HAUPTVERANTWORTLICHE DER VIP-MEDIENFONDS 3 UND 4 ZU HAFTSTRAFEN VERURTEILT
Firmengründer Andreas Schmid ist zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren verurteilt worden, der frühere Geschäftsführer Andreas Grosch erhielt eine Freiheitstrafe von 2 Jahren auf Bewährung. Dies hat das Landgericht München I entschieden.
Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass die Angeklagten bei der Verwaltung des Medienfonds VIP 3 nur ein Fünftel des Geldes als Risikokapital in Filmproduktionen gesteckt und den Rest heimlich als eine Art Festgeld bei Banken geparkt hatten, ohne dies beim Finanzamt anzugeben. Der Fonds habe so für die Jahre 2002 und 2003 einen ungerechtfertigten Steuervorteil bekommen. Die unlauteren Praktiken führten auch dazu, dass der Fiskus Tausenden Investoren den Steuervorteil aberkannte. Sie sollen nun Steuern in Millionenhöhe nachzahlen. Die Angeklagten sollen mehr als 10.000 Anleger beträchtliche Steuerersparnisse ermöglicht haben. Insgesamt sammelten sie 630 Millionen € für die zwei Filmfinanzierungs-Fonds. Bei den Fonds flossen laut Anklage nur 20% der Anlagegelder in die steuerbegünstigten Filme, 80% wurden als "Garantie" auf Bankkonten angelegt und wie Festgeld verzinst.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 14.11.2007 von 13.11.2007
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